die neuesten pflanzen

geranien, pelargonien (pelargonium)

geranien, pelargonien (pelargonium) sind der balkonpflanzen-klassiker. ihnen haftet zwar der ruf des spießigen an, wenn man sich mit den pflanzen mal etwas genauer beschäftigt, wird man schnell erkennen, dass sie doch einiges interessantes zu bieten haben.

bei einigen arten bohren sich z. b. die samen selbständig in die erde. andere, die aus gebieten mit sommerlicher hitze und trockenheit stammen, ziehen während dieser zeit ihre blätter ein.

pelargonium quinquelobatum

was es mit diesem samen und seinem gekringelten fortsatz auf sich hat, habe ich hier zusammengefasst: geranien vermehren.

pelargonium zonale keim

sommer-adonisröschen (adonis aestivalis)

die gattung adonis zählt zur familie der hahnenfußgewächse (ranunculaceae) und beinhaltet ca. 30 arten, die entfernt mit z. b. der herbstanemone verwandt sind. adonis aestivalis ist umgangssprachlich als sommer-adonisröschen, blutauge oder blutströpfchen bekannt.

die einjährige pflanze kann bis zu 50 zentimeter hoch werden und ist gelb, orange, rot oder weiss blühend zu erhalten. ihre blüten zeigt sie ab mai. alle pflanzenteile sind giftig.

die anzucht des sommer-adonisröschen aus samen ist nicht schwierig. sie müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. damit werden die samen ca. fünf millimeter bedeckt. anschliessend hält man es gleichmässig feucht, aber nicht nass. der topf muss nicht abgedeckt werden.

bei temperaturen zwischen 15 und 20 grad zeigten sich der ersten keime nach ca. zehn tagen. der standort für die aufzucht der adonis aestivalis-jungpflanzen sollte hell, aber ohne direkte sonne sein.

wer keinen platz hat, um das sommer-adonisröschen im haus vorzuziehen, kann ab mai auch direkt im beet aussäen.

adonis aestivalis bevorzugt einen sonnigen standort im garten. die erde sollte mäßig feucht sein und kann etwas sand und/oder feinen kies enthalten. die ersten wochen nach dem auspflanzen muss regelmäßig gegossen werden.

schnittlauch (allium schoenoprasum)

der schnittlauch (allium schoenoprasum) ist zwar ganzjährig im topf zu erhalten, aber dennoch macht die anzucht aus samen mehr spass, als der schnöde kauf. das funktioniert übrigens auch während des winters. dann kann es aber hilfreich sein, wenn man mit kunstlicht (energiesparbirne) nachhilft. schnittlauch samen –>

nicht ganz so einfach wie mit dem schnittlauch, funktioniert es mit dem verwandten bärlauch. denn ohne kältebehandlung keimen seine samen nicht. das anzuchttöpfchen hatte ich erst für einige wochen im gemüsefach des kühlschranks, dann im kalten schlafzimmer und anschliessend für ein paar tage im gefrierfach …

milchstern (ornithogalum)

die gattung ornithogalum ist mit den hyazinthen (hyacinthus) verwandt, denn beiden zählen zur unterfamilie scilloideae der spargelgewächse. umgangssprachlich sind sie als milchsterne bekannt. je nach art, eignen sie sich für die ganzjährige kultur im garten oder mit frostfreier überwinterung im topf/kübel.

die vermehrung erfolgt durch tochterzwiebeln oder samen. eine anzuchtanleitung gibt es hier: ornithogalum vermehren.

koriander (coriandrum sativum)

die anzucht von koriander (coriandrum sativum) auf der heimischen fensterbank ist nicht schwierig. man kann dafür die (ganzen) samen aus dem gewürzregal verwenden. eine detaillierte anleitung dazu gibt es hier: koriander aus samen anziehen.

feuersalbei (salvia splendens)

der salbei (salvia) dürfte vielen nur als gewürzpflanze bekannt sein. einige arten, wie z. b. der feuersalbei, sind aber beliebte zierpflanzen. sie lassen sich sehr einfach aus samen anziehen. wie man das macht, habe ich hier beschrieben: feuersalbei (salvia splendens).

schildkrötenpflanze (dioscorea elephantipes)

die gattung dioscorea zählt zur familie der yamswurzelgewächse (dioscoreaceae) und beinhaltet mehrere hundert arten. eine, die als schmerwurz bekannte d. communis, ist auch bei uns heimisch. bei der schildkrötenpflanze (dioscorea elephantipes) handelt es sich um eine aus südafrika stammende art.

sie wächst rankend, bildet aber einen caudex (knollenförmig verdickter stamm) aus. der ähnelt mit zunehmendem alter immer mehr der textur eines schildkrötenpanzers und kann wasser speichern. so kann sie z. b. trockenperioden gut überstehen.

die samen der schildkrötenpflanze (dioscorea elephantipes) sind im fachhandel zu erhalten. als anzuchtsubstrat kann man handelsübliche kakteenerde verwenden. damit werden sie ungefähr einen halben zentimeter bedeckt. man hält es gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

ob man die samen vor der aussaat einweichen muss, habe ich leider vergessen. aber ich meine mich schwach daran erinnern zu können, es nicht gemacht zu haben.

bei temperaturen von ca. 23 grad tagsüber und 16-18 während der nacht, zeigte sich der erste keimling nach ungefähr vier wochen. nach zwei weiteren wochen kam der nächste.

der ideale standort für die aufzucht der jungen schildkrötenpflanzen ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. interessant zu sehen ist, wie schnell ihr caudex wächst. der bringt es bereits nach drei wochen auf knapp einen zentimeter durchmesser.

kohlbaum (cussonia spicata)

die gattung cussonia zählt zur familie der araliengewächse (araliaceae). die ca. 20 arten sind somit entfernt z. b. mit der zimmeraralie verwandt. die bekannteste vertreterin der gattung dürfte wohl die aus dem südlichen afrika stammende cussonia spicata sein. sie wird von liebhabern als zimmerpflanze kultiviert. ein deutscher name scheint nicht wirklich zu existieren, aber im englischen sprachraum ist sie als kohlbaum (cabbage tree) bekannt.

die drei bis fünf millimeter langen samen von cussonia spicata werden vor der aussaat für ca. 24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ungefähr einen halben zentimeter. als anzuchtsubstrat kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss einmal täglich gelüftet werden.

der erste keimling zeigte sich bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht nach drei wochen.

der ideale standort für die anzucht von cussonia spicata ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad.

zimmerlinde (sparmannia africana)

die zimmerlinde (sparmannia africana) ist ein echter zimmerpflanzen-klassiker, der leider ein bisschen in vergessenheit geraten ist. dies mag vielleicht an ihrer grösse liegen, denn sie kann über zwei meter hoch werden und ist somit für kleine wohnungen eher ungeeignet. die aus südafrika stammende pflanze zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae) und ist mit den bei uns heimischen linden (tilia) entfernt verwandt.

die zimmerlinde kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden.

die samen von sparmannia africana sind im fachhandel zu erhalten. vor der aussaat werden sie für ca. 12 stunden in lauwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter.

als substrat kann man handelsübliche kakteen- oder aussaaterde verwenden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht, zeigte sich der erste keim nach zehn tagen. die samen keimen unregelmässig.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der jungen zimmerlinden ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. wenn sie fünf zentimeter hoch sind, kann man sie pikieren (vereinzeln).

zimmerlinde (sparmannia africana) pflege

die zimmerlinde gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen-, abend- und die wintersonne werden vertragen. wird im garten oder auf dem balkon übersommert, dann sollte sie windgeschützt stehen, damit die grossen blätter nicht beschädigt werden.

als substrat kann handelsübliche blumenerde zum einsatz kommen. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht nass, denn staunässe kann wurzelfäule verursachen. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte sie jedoch nicht.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, in der halben konzentration. die flüssige variante kann man von april bis september einmal im monat verabreichen. neu gekaufte oder frisch umgetopfte zimmerlinden müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

überwintert werden kann spramannia africana kühl, bei temperaturen so um die zehn grad. dann hält man die erde entsprechend trockener und düngt nicht. sie darf aber auch jetzt nicht ganz austrocknen.

frangipani (plumeria)

die gattung plumeria zählt zur familie der hundsgiftgewächse und beinhaltet ca. neun arten. im handel sind auch viele zuchtformen, in allen nur erdenklichen blütenfarben zu erhalten. in ihrem natürlichen lebensraum können die pflanzen mehrere meter hoch werden, im topf oder kübel bleiben sie jedoch kleiner. ein paar bilder gibt es hier zu sehen.

umgangssprachlich sind die plumerien als frangipani oder tempelbaum bekannt. sie lassen sich durch stecklinge und samen vermehren.

zur anzucht der plumeria-samen habe ich einen mit perlite gefüllten keimbeutel benutzt. diesen habe ich auf der halb aufgedrehten heizung platziert. bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad haben die samen nach zwei wochen gekeimt.

dann habe ich sie mit einer pinzette aus dem beutel entnommen, vorsichtig die wurzeln vom anhaftenden perlite befreit und anschliessend in einen mit kakteenerde gefüllten topf gepflanzt. da bei dieser methode die jungen wurzeln sehr leicht abbrechen können, muss man mit den keimlingen entsprechend vorsichtig umgehen.

der ideale standort für die aufzucht des frangipani-nachwuchs ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen so um die 25 grad. aus diesem grund habe ich sie ins luftfeuchte anzuchtaquarium verfrachtet.

die erde hält man leicht feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden müssen die sämlinge nicht.

man kann die samen natürlich auch direkt einpflanzen, sie werden dann ca. einen halben zentimeter tief in die erde gesteckt. bei temperaturen um die 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht, betrug die keimdauer ca. drei wochen.

populäre blumensamen
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