die gattung ricinus zählt zur familie der wolfsmilchgewächse (euphorbiaceae) und ist monotypisch, d. h., sie enthält nur eine art: ricinus communis. die ursprünglich aus afrika stammende pflanze ist umgangssprachlich als wunderbaum oder palma christi bekannt.
der wunderbaum ist mehrjährig, wenn man ihn frostfrei überwintert. er wird aber in unseren breiten häufig als einjährige beetpflanze kultiviert. wenn die bedingungen stimmen, dann wächst er sehr schnell. in seinem natürlichen lebensraum kann er mehrere meter hoch werden, im topf oder kübel bleibt er aber (etwas) kleiner. aus seinen (giftigen) samen wird übrigens das rizinusöl gewonnen.

von ricinus communis sind verschiedene sorten zu erhalten, die sich in der wuchshöhe und der färbung ihrer blätter unterscheiden. im garten eignet er sich für sonnige (die buntlaubigen sorten) bis halbschattige (die naturform) standorte.

die anzucht aus samen
die bohnenähnlichen samen müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden, die saattiefe beträgt ca. zwei zentimter. die erde hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. der topf muss nicht abgedeckt werden.

bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad keimen die samen nach ca. zehn tagen. der ideale standort für die aufzucht des wunderbaums ist sonnig und hell.
auf den balkon oder in den garten sollte er erst kommen, wenn nicht mehr mit frost zu rechnen ist. man kann ihn ab mitte mai auch direkt im beet aussäen. schneller zu großen pflanzen gelangt man jedoch, wenn man ihn bereits mitte april im haus vorzieht.