zimmerpflanzen

milchstern (ornithogalum)

die gattung ornithogalum ist mit den hyazinthen (hyacinthus) verwandt, denn beiden zählen zur unterfamilie scilloideae der spargelgewächse. umgangssprachlich sind sie als milchsterne bekannt. je nach art, eignen sie sich für die ganzjährige kultur im garten oder mit frostfreier überwinterung im topf/kübel.

die vermehrung erfolgt durch tochterzwiebeln oder samen. eine anzuchtanleitung gibt es hier: ornithogalum vermehren.

topfbaumwolle (gossypium herbaceum)

die gattung gossypium zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae) und beinhaltet ca. 40 arten. zur baumwollgewinnung werden aber nur vier davon verwendet. die topfbaumwolle (gossypium herbaceum) ist eine aus dem südlichen afrika stammende art, die über einen meter hoch werden kann. im kübel/topf bleibt sie jedoch meist kleiner. ihre blüten sind gelb.

die topfbaumwolle (gossypium herbaceum) mit samen vermehren

die samen der topfbaumwolle sind im fachhandel erhältlich und müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. sie werden nicht mit erde bedeckt, sondern nur aufgelegt und leicht angedrückt. damit sie nicht austrocknen, wird der topf mit einem gefrierbeutel oder einem glas abgedeckt. um der schimmelbildung vorzubeugen, muss einmal täglich gelüftet werden.

als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad keimten die ersten samen bereits nach vier tagen. sind sie wärmer platziert (+/-28 grad), dann kann man ihnen dabei fast schon zuschauen. schon nach vier stunden hat der erste samen seine hülle gesprengt und nach weiteren acht stunden war das erste würzelchen zu erkennen.

der ideale standort für die anzucht der baumwollpflanzen ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden sie frühestens acht wochen nach dem pikieren (vereinzeln).

sinningia cardinalis

sinningia cardinalis ist eine verwandte der gloxinie und stammt ursprünglich aus brasilien. sie zählte früher einmal zur gattung rechsteineria und ist unter diesem namen auch noch bekannt. vermehren lässt sich dieses gesneriengewächs durch samen und stecklinge.

sinningia cardinalis mit samen vermehren

die samen von sinningia cardinalis sind im fachhandel zu erhalten. sie sind so fein, das man sie mit dem blossen auge kaum erkennen kann. sie werden auf das substrat gelegt. ich habe eine mischung aus blumenerde, sand und bimskies im verhältnis 1:1:1 verwendet. bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und +/-20 grad während der nacht, betrugt die keimdauer ca. eine woche.

bis zum keimen kann die erde gut nass sein, anschliessend hält man sie nur gleichmässig feucht. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, stülpt man einen gefrierbeutel oder ein glas über den topf. damit kein schimmel entsteht, muss einmal täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der sinningia cardinalis-sämlinge ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. gedüngt werden müssen sie nicht.

massonia depressa

die gattung massonia zählt zur familie der hyazinthengewächse (hyacinthaceae) und beinhaltet ca. sechs arten. diese zwiebelpflanzen bilden nur zwei auf dem boden liegende blätter, aus deren mitte dann die blüte erscheint. ihr natürliches verbreitungsgebiet liegt im südlichen afrika.

massonia depressa ist eine aus südafrika stammende art. sie wächst dort in trockenen regionen mit winterlichem niederschlag. während des sommers zieht sie ihre blätter ein.

massonia depressa mit samen vermehren

was die anzucht von massonia depressa aus samen so spannend macht, sind die niedrigen temperaturen von ca. fünf grad, die zum keimen benötigt werden. sie sollten also im frühjahr oder im herbst ausgesät werden. dann stellt man den topf nach draussen. wer diese möglichkeit nicht hat, kann auch auf den kühlschrank zurückgreifen.

die ersten drei tage durfte der topf im gemüsefach des kühlschranks verbringen, anschliessend kam er für ebenfalls drei tage an ein kühles plätzchen am nordfenster. diese prozedur habe ich solange wiederholt, bis die samen nach gut drei wochen gekeimt haben. seitdem ist der topf am nordfenster mit oberlicht platziert.

um der schimmelbildung vorzubeugen, habe ich reinen bimskies verwendet. die samen können darauf platziert oder ca. einen halben zentimeter damit bedeckt werden. wenn man immer etwas wasser im untersetzer belässt, dann muss man den topf nicht abdecken. der ideale standort für die aufzucht der massonia depressa-sämlinge ist hell, aber ohne direkte sonne.

mittagsblume (delosperma bosseranum)

die gattung delosperma zählt zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae). am bekanntesten sind die frostfesten arten, die sich für die ganzjährige kultur im garten eignen (delosperma im steingarten). delosperma bosseranum muss frostfrei überwintert werden.

vermehren lassen sie sich mit stecklingen und samen.

die anzucht der mittagsblume aus samen

die samen von delosperma bosseranum und den anderen arten sind im fachhandel zu erhalten. es handelt sich hierbei um lichtkeimer, sie werden also nur auf das zuvor befeuchtete substrat gelegt. das sollte mineralisch sein, es kann bimskies oder feiner aquarienkies verwendet werden.

um ein austrocknen der samen zu vermeiden, muss das substrat gleichmässig feucht gehalten werden. man kann den topf abdecken und in einem mit wasser gefüllten untersetzer platzieren. oder man stellt ihn in ein glas. das ganze sollte einmal täglich gelüftet werden.

die ideale keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 grad. ist es zu warm, können die delosperma-sämlinge in die höhe schiessen. sie sollten sehr hell, aber ohne direkte mittagssonne platziert sein. die keimzeit beträgt so um die zehn tage.

nach dem keimen wird das wasser aus dem glas/untersetzer entfernt. das substrat hält man aber trotzdem gleichmässig feucht. wenn die sämlinge ungefähr zwei zentimeter gross sind, kann man sie langsam an das raumklima gewöhnen.

flaschenpflanze (jatropha podagrica)

die gattung jatropha umfasst knapp 200 arten, von denen jatropha podagrica wohl am häufigsten als zimmerpflanze kultiviert wird. den namen flaschenpflanze verdankt sie ihrem meist dicken, sich nach oben verjüngenden stamm. sie zählt zur familie der wolfsmilchgewächse (euphorbiaceae). weiterer name: rhabarber von guatemala.

die anzucht der flaschenpflanze aus samen

die ca. zwei zentimeter grossen samen der flaschenpflanze (jatropha podagrica) kann man über den fachhandel beziehen. vor der aussaat sollten sie für 24 bis 48 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht werden. als pflanzsubstrat eignet sich kakteenerde (erde-sand-gemisch). die saattiefe beträgt ungefähr einen zentimeter. die erde wird feucht, aber nicht nass gehalten.

die optimale keimtemperatur liegt zwischen 22 und 28 grad. bei 25 grad begann der erste jatropha-samen nach drei wochen zu keimen. der standort für die aufzucht der jungen flaschenpflanzen liegt idealerweise im selben temperaturbereich und ist hell, aber ohne direkte mittagssonne. zu anfangs er sollte luftfeucht sein.

tigerrachen (faucaria tigrina)

den namen tigerrachen verdankt faucaria tigrina seinen dem aufgerissenen maul eines tigers ähnlichen blättern. die aparte zimmerpflanze stammt ursprünglich aus südafrika und zählt zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae).

die anzucht des tigerrachen (faucaria tigrina) aus samen

die feinen samen des tigerrachen sind im fachhandel zu erhalten. er zählt zu den lichtkeimern, die samen werden daher lediglich auf das zuvor befeuchtete substrat gelegt. dieses sollte einen möglichst hohen mineralischen anteil enthalten. ich habe reinen bimskies verwendet.

damit die samen nicht austrocknen, muss der topf abgedeckt und einmal täglich gelüftet werden. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 grad. wärmer sollten die sämlinge nicht platziert werden, dies kann zu vergeiltem wuchs (lang und dünn) führen. die keimzeit beträgt ca. ein bis zwei wochen. haben alle samen gekeimt, kann die abedeckung entfernt werden.

der standort für die aufzucht von faucaria tigrina sollte hell, aber ohne direkte mittagssonne, bei temperaturen +/-20 grad sein. das substrat hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

zwergdattelpalme (phoenix roebelenii)

mit einer maximalhöhe von bis zu fünf metern, bleibt die zwergdattelpalme (phoenix roebelenii) nicht wirklich klein. sie eignet sich, wenn genügend platz vorhanden ist, zum einsatz als zimmerpflanze und kann im garten übersommern. frostfest ist sie jedoch nicht. in sachen standort mag sie es hell, jedoch ohne direkte sonne.

die anzucht der zwergdattelpalme (phoenix roebelenii) aus samen

die samen der zwergdattelpalme sind in baumärkten oder im fachhandel zu erhalten. sie sind ca. einen halben zentimeter gross und sollten vor der aussaat für 24 bis 48 stunden in zimmerwarmem bis lauwarmem wasser eingeweicht werden. die aussaattiefe beträgt einen halben zentimeter, als pflanzsubstrat eignet sich ein erde-sand-gemisch (kakteenerde). damit phoenix roebelenii keimt, benötigt sie temperaturen zwischen 22 und 28 grad. die keimdauer kann einige wochen bis mehrere monate betragen. bei 25 grad liess sie sich bei mir drei monate zeit.

der standort für die anzucht der jungen zwergdattelpalmen sollte hell, aber ohne direkte sonne und luftfeucht, bei temperaturen +/- 25 grad sein. die erde wird gleichmässig feucht gehalten, darf jedoch nicht unter wasser stehen.

drachenfrucht – pitahaya (hylocereus undatus)

die drachenfrucht, auch pitahaya genannt, ist eine exotische frucht mit weissem fruchtfleisch und schwarzen samen. das sich dahinter ein epiphytischer blattkaktus namens hylocereus undatus versteckt, wissen wohl die wenigsten. ursprünglich beheimatet ist hylocereus undatus in mittelamerika, seine kakteenglieder sind dreieckig, die blüten gelb.

die vermehrung der drachenfrucht – pitahaya durch samen

zur vermehrung von hylocereus undatus können im handel erhältliche drachenfrüchte verwendet werden. um den samen vom fruchtfleich zu trennen, gibt man dieses in ein sieb und massiert das ganze unter fliessendem wasser leicht mit einer spülbürste.

das anzuchtsubstrat sollte gut wasserdurchlässig sein, ich habe kakteenerde verwendet. die aussaattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 22 und 28 grad, bei mir zeigten sich bei 25 grad bereits nach vier tagen die ersten keime. der standort für die aufzucht der jungen drachenfrüchte sollte hell, ohne direkte sonne und luftfeucht sein. ideal ist ein temperaturbereich von 22 bis 28 grad.

nach ca. vier wochen hatte der pitahaya-nachwuchs eine höhe von vier zentimetern erreicht.

passionsblume (passiflora caerulea)

die passionsblume (passiflora caerulea) lässt sich entweder durch stecklinge, oder durch samen vermehren.

die vermehrung der passionsblume (passiflora caerulea) mit samen

die samen der passionsblume sind nicht schwer zu beschaffen, man erhält sie in bau- und gartencentern. vor der aussaat werden sie für ca. 24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die aussaattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter. als anzuchtsubstrat eignet sich ein erde-sandgemisch (kakteenerde) oder normale blumenerde. ich habe letztere verwendet.

die ideale keimtemperatur liegt ab 20 grad. bei ca. 24 grad betrug die keimdauer hier acht tage. der standort für die anzucht der passionsblume (passiflora caerulea) sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne sein. das anzuchtsubstrat muss gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird entweder eine plastiktüte über den topf gestülpt, oder ein zimmergewächshaus verwendet.

die pflege der passionsblume

passiflora caerulea mag es sonnig, hell und warm, während des sommers gerne auch im garten oder auf dem balkon. die topferde sollte gleichmässig feucht sein, staunässe wird nicht vertragen. gedüngt wird von märz bis september, ca. alle drei bis vier wochen, entweder mit flüssig-, oder mit langzeitdünger (düngerstäbchen), jeweils in der halben konzentration.

der winterstandort der passionsblume sollte kühl (+/- 10 grad) und hell sein. es muss nun weniger gegossen werden, die erde darf jedoch nicht komplett austrocknen. gedüngt wird nicht.

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