zimmerpflanzen

mini-baobab – kleiner affenbrotbaum (pachypodium rosulatum)

den trivialnamen kleiner affenbrotbaum (mini-baobab) verdankt pachypodium rosulatum seiner ähnlichkeit mit den affenbrotbäumen aus der gattung adansonia. verwandtschaftliche verhältnisse bestehen nicht, es handelt sich hierbei um eine aus madagaskar stammende sukkulente.

der kleine affenbrotbaum ist von strauchartigem wuchs und kann in der freien wildbahn bis zu zwei meter hoch werden. seine blüten sind gelb.

die anzucht aus samen

die ca. einen zentimeter grossen samen des mini-baobab sollten vor der aussaat für 12 bis 24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht werden. anschliessend werden sie ca. fünf millimeter mit kakteenerde bedeckt und wandern an ein warmes und helles plätzchen. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 22 und 25 grad, bei mir zeigten sich bereits nach fünf tagen die ersten triebe.

der standort für die aufzucht der pachypodium rosulatum-sämlinge darf hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 22 und 25 grad sein. die anzuchterde muss gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sollte man entweder ein minitreibhaus verwenden, oder den anzuchttopf mit einer plastiktüte abdecken.

nach guten vier wochen hatten die baobab-sämlinge eine höhe von ca. drei zentimetern erreicht und es zeigten sich die ersten blättchen. die stämmchen wurden langsam fleischiger.

update 31.07.2010:
infos zu weiteren arten finden sie hier: pachypodium.eu.

pappelfeige (ficus religiosa)

der pappelfeige (ficus religiosa) kommt im buddhismus eine besondere bedeutung zu. wenn man der überlieferung glauben darf, dann wurde siddharta gautama (“buddha”) erleuchtet während er unter einer pappelfeige saß. vermutlich ist sie deshalb auch noch unter dem namen buddhabaum bekannt.

der standort für die jungpflanzen sollte hell aber ohne direkte mittagssonne sein. ältere pflanzen vertragen nach gewöhnung auch die mittagsbesonnung. gegossen wird feucht aber nicht nass, sodass die topferde weder im wasser steht noch komplett austrocknet. die temperaturen sollten sich ganzjährig in einem bereich zwischen 16 und 28 grad bewegen. gedüngt wird während des sommers alle drei bis vier wochen und während des winters, angepasst an die temperatur, entsprechend weniger. ficus religiosa benötigt eine hohe luftfeuchtigkeit, man sollte daher regelmäßig sprühen.

die pappelfeige durch samen vermehren

die samen der pappelfeige kann man im einschlägigen fachhandel erwerben, sie sind ca. 1,5 mm groß. bei der aussaat werden sie auf die feuchte erde gegeben und anschließend leicht angedrückt. um ein austrocknen zu vermeiden, kann man den topf mit einem gefrierbeutel abdecken. damit sich kein schimmel bildet, muss mindestens einmal täglich gelüftet werden. oder man zieht sie im minitreibhaus.

der standort für die anzucht von ficus religiosa sollte hell und ohne die pralle sonne sein. bei temperaturen zwischen 22 und 26 grad beginnen sie bereits nach einer woche zu keimen. die anzuchterde wird gleichmäßig feucht, jedoch nicht nass gehalten.

bei mir erfolgte die anzucht der pappelfeige bei temperaturen zwischen 23 grad tagsüber und ca. 18 grad während der nacht. nach acht wochen hatten die jungpflänzchen eine höhe von zehn zentimetern erreicht und wurden pikiert. obwohl ich sehr viel samen ausgebracht hatte, konnte ich die setzlinge problemlos trennen. zur weiteren kultur habe ich nur die größten exemplare verwendet.

update 2011:

wie man ficus carica aus handelsüblichen feigen anziehen kann, habe ich hier beschrieben.

erdnuss (arachis hypogaea)

die erdnuss (arachis hypogaea), eigentlich als nutzpflanze bekannt, findet in der letzten zeit auch als zierpflanze verwendung. wird sie richtig gepflegt, kann man sogar erdnüsse ernten. es handelt sich dabei um einjährige pflanzen, die nach der bildung ihrer früchte absterben. der standort sollte hell, warm und die erde gut wasserdurchlässig sein. gedüngt wird ca. alle vier bis sechs wochen.

die anzucht der erdnuss (arachis hypogaea) mit samen

zur anzucht der erdnuss (arachis hypogaea) eignen sich nur ungeröstete nüsse, wie sie z. b. in vogelfutter zu finden sind. man kann sie auch im fachhandel erwerben. die erdnüsse sollten für ca. fünf bis acht stunden im zimmerwarmen wasser einweichen und werden dann direkt ein bis zwei zentimeter tief ins pflanzsubstrat gegeben. ich habe normale blumenerde verwendet, nach dem pikieren wandern sie in kakteenerde. das pflanzsubstrat darf nur leicht feucht gehalten werden. ideal sind temperaturen ab 22 grad. die keimzeit liegt zwischen 5 und 30 tagen.

eine ausführliche anleitung gibt es hier: erdnüsse vermehren.

wüstenrose (adenium obesum)

die wüstenrose (adenium obesum) ist eine sukkulente, die vor allem durch ihre schön gefärbten blüten besticht. diese sind meist dunkelrosa, es sind jedoch auch varianten mit weissen oder hellrosa blüten zu erhalten. der standort dieser bis zu 80 zentimeter hoch werdenden zimmerpflanze darf vollsonnig sein. gegossen wird mässig, die topferde sollte vor einem erneuten giessen austrocknen. staunässe bekommt ihr nicht. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen. gedüngt wird während des sommers einmal im monat, am besten mit kakteendünger und während des winters nicht.

vermehren lässt sich die wüstenrose durch stecklinge und durch samen.

die vermehrung der wüstenrose (adenium obesum) durch samen

die ca. einen zenitmeter grossen samen der wüstenrose sind im einschlägigen fachhandel zu erhalten und keimen schnell. wandern ca. einen halben bis einen zentimeter unter die erde, am besten eignet sich kakteenerde. das saatgut muss vor dem ausbringen nicht in wasser eingeweicht werden. das pflanzsubstrat sollte leicht feucht, aber nicht nass gehalten werden. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 20 und 25 grad. die hier abgebildeten exemplare haben bei zimmertemperatur bereits nach einer woche gekeimt.

ich habe hier übrigens auf ein zimmergewächshaus, gebastelt aus zwei aschenbechern zurückgegriffen. durch die zigarettenschlitze erhält das keimgut die nötige belüftung, was einer schimmelbildung vorbeugt. da das wasser nicht ablaufen kann, ist jedoch vorsicht beim giessen angesagt.

auch wenn die wüstenrose im aschenbecher-gewäschshaus gekeimt hat, so ging die anzucht unter wohnzimmerbedingungen doch schief. ausser den beiden keimblättern war ewig nichts zu sehen, bis die sämlinge schliesslich eingingen. aus diesem grund habe ich erneut gesät und die jungpflanzen diesmal im umfunktionierten aquarium, mit einer deutlich höheren luftfeuchtigkeit angezogen. nun scheint es zu klappen, der adenium-nachwuchs hat nach vier wochen eine höhe von ca. vier zentimetern erreicht und bildet bereits die ersten blätter aus.

amaryllis (hippeastrum cultivars)

die amaryllis (hippeastrum cultivars) lässt sich auf zwei arten vermehren, zum einen durch brutzwiebeln (tochterzwiebeln), die man vorsichtig abtrennt und dann weiterkultiviert, und zum anderen durch samen. amaryllis – hippeastrum pflege –>

vermehrung mit samen

häufig bilden amaryllis (hippeastrum cultivars) nach dem blühen samen aus, ganz ohne menschliches zutun. diese samen kann man ernten, wenn sich die samenkapsel öffnet. damit sie ihre keimfähigkeit nicht verlieren, sollten sie allerdings nur kurz gelagert werden. ausgesät wird in herkömmliches pflanzsubstrat, sodass die samen mit einem zentimeter erde bedeckt sind. der standort für die samen sollte eine temperatur von ca. 25 grad haben.

bis man auf diesem weg eine blühfähige amaryllis (hippeastrum cultivars) erhält, kann es zwei bis drei jahre dauern.

amaryllis.jpg

die jung-amaryllis auf dem bild oben sind nun ungefähr acht wochen alt. ich habe sie versuchshalber mal direkt im topf der mutterpflanze ausgesät und bin nun gespannt wie sie sich entwickeln.

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