Archiv für November, 2009

zimmerlinde (sparmannia africana)

die zimmerlinde (sparmannia africana) ist ein echter zimmerpflanzen-klassiker, der leider ein bisschen in vergessenheit geraten ist. dies mag vielleicht an ihrer grösse liegen, denn sie kann über zwei meter hoch werden und ist somit für kleine wohnungen eher ungeeignet. die aus südafrika stammende pflanze zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae) und ist mit den bei uns heimischen linden (tilia) entfernt verwandt.

die zimmerlinde kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden.

die samen von sparmannia africana sind im fachhandel zu erhalten. vor der aussaat werden sie für ca. 12 stunden in lauwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter.

als substrat kann man handelsübliche kakteen- oder aussaaterde verwenden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht, zeigte sich der erste keim nach zehn tagen. die samen keimen unregelmässig.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der jungen zimmerlinden ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. wenn sie fünf zentimeter hoch sind, kann man sie pikieren (vereinzeln).

zimmerlinde (sparmannia africana) pflege

die zimmerlinde gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen-, abend- und die wintersonne werden vertragen. wird im garten oder auf dem balkon übersommert, dann sollte sie windgeschützt stehen, damit die grossen blätter nicht beschädigt werden.

als substrat kann handelsübliche blumenerde zum einsatz kommen. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht nass, denn staunässe kann wurzelfäule verursachen. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte sie jedoch nicht.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, in der halben konzentration. die flüssige variante kann man von april bis september einmal im monat verabreichen. neu gekaufte oder frisch umgetopfte zimmerlinden müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

überwintert werden kann spramannia africana kühl, bei temperaturen so um die zehn grad. dann hält man die erde entsprechend trockener und düngt nicht. sie darf aber auch jetzt nicht ganz austrocknen.

frangipani (plumeria)

die gattung plumeria zählt zur familie der hundsgiftgewächse und beinhaltet ca. neun arten. im handel sind auch viele zuchtformen, in allen nur erdenklichen blütenfarben zu erhalten. in ihrem natürlichen lebensraum können die pflanzen mehrere meter hoch werden, im topf oder kübel bleiben sie jedoch kleiner. ein paar bilder gibt es hier zu sehen.

umgangssprachlich sind die plumerien als frangipani oder tempelbaum bekannt. sie lassen sich durch stecklinge und samen vermehren.

zur anzucht der plumeria-samen habe ich einen mit perlite gefüllten keimbeutel benutzt. diesen habe ich auf der halb aufgedrehten heizung platziert. bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad haben die samen nach zwei wochen gekeimt.

dann habe ich sie mit einer pinzette aus dem beutel entnommen, vorsichtig die wurzeln vom anhaftenden perlite befreit und anschliessend in einen mit kakteenerde gefüllten topf gepflanzt. da bei dieser methode die jungen wurzeln sehr leicht abbrechen können, muss man mit den keimlingen entsprechend vorsichtig umgehen.

der ideale standort für die aufzucht des frangipani-nachwuchs ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen so um die 25 grad. aus diesem grund habe ich sie ins luftfeuchte anzuchtaquarium verfrachtet.

die erde hält man leicht feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden müssen die sämlinge nicht.

man kann die samen natürlich auch direkt einpflanzen, sie werden dann ca. einen halben zentimeter tief in die erde gesteckt. bei temperaturen um die 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht, betrug die keimdauer ca. drei wochen.

populäre blumensamen
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