balkon-/kübelpflanzen

geranien, pelargonien (pelargonium)

geranien, pelargonien (pelargonium) sind der balkonpflanzen-klassiker. ihnen haftet zwar der ruf des spießigen an, wenn man sich mit den pflanzen mal etwas genauer beschäftigt, wird man schnell erkennen, dass sie doch einiges interessantes zu bieten haben.

bei einigen arten bohren sich z. b. die samen selbständig in die erde. andere, die aus gebieten mit sommerlicher hitze und trockenheit stammen, ziehen während dieser zeit ihre blätter ein.

pelargonium quinquelobatum

was es mit diesem samen und seinem gekringelten fortsatz auf sich hat, habe ich hier zusammengefasst: geranien vermehren.

pelargonium zonale keim

koriander (coriandrum sativum)

die anzucht von koriander (coriandrum sativum) auf der heimischen fensterbank ist nicht schwierig. man kann dafür die (ganzen) samen aus dem gewürzregal verwenden. eine detaillierte anleitung dazu gibt es hier: koriander aus samen anziehen.

feuersalbei (salvia splendens)

der salbei (salvia) dürfte vielen nur als gewürzpflanze bekannt sein. einige arten, wie z. b. der feuersalbei, sind aber beliebte zierpflanzen. sie lassen sich sehr einfach aus samen anziehen. wie man das macht, habe ich hier beschrieben: feuersalbei (salvia splendens).

swainsona formosa (wüstenerbse)

die gattung swainsona wurde nach dem englischen botaniker isaac swainson benannt und beinhaltet mehr als 80 arten. sie zählt zur unterfamilie der schmetterlingsblütler (faboideae) innerhalb der familie der hülsenfrüchtler (fabaceae). swainsona formosa ist eine in australien beheimatete art, die im englischen (u. a.) als desert pea (wüstenerbse) bezeichnet wird.

ihre blüten sind auffällig rot-schwarz gefärbt. es existieren aber auch weissblühende formen. swainsona formosa ist an das überleben in niederschlagsarmen gebieten hervorragend angepasst.

die wüstenerbse (swainsona formosa) aus samen anziehen

damit die samen der wüstenerbse keimen, müssen sie mit kochendem wasser übergossen werden. das lässt man dann abkühlen und die samen darin für ca. 24 stunden einweichen.

das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile enthalten. ich habe eine mischung aus blumenerde, bimskies und seramis im verhältnis 1:1:1 verwendet. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter. da die wurzeln von swainsona formosa empfindlich auf das umtopfen reagieren können, sollte der topf entsprechend gross bemessen sein.

die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

bei temperaturen zwischen 20 und 28 grad, an einem standort mit mittagssonne, haben sich die ersten keime nach drei tagen gezeigt.

acacia arabica (arabischer gummibaum)

die mitglieder der gattung acacia sind umgangssprachlich als akazien bekannt. acacia arabica kennt man auch noch als arabischen gummibaum. diesen namen verdankt sie ihrem gummiartigen pflanzsaft, dem eine entzündungshemmende wirkung nachgesagt wird. sie kann mehrere meter hoch werden und stammt aus nordafrika.

die samen von acacia arabica sind im fachhandel zu erhalten.

acacia arabica mit samen vermehren

damit die bis zu acht zentimeter grossen samen des arabischen gummibaums keimen, müssen sie mit kochendem wasser übergossen werden. das lässt man dann auf ca. 20-25 grad abkühlen und weicht sie darin für 24 stunden ein.

als anzuchtsubstrat kann ungedüngte blumenerde oder ein gemisch aus blumenerde und sand im verhältnis 2:1 verwendet werden. die saattiefe beträgt einen halben bis einen zentimter.

der ideale standort für die anzucht von acacia arabica ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad. der erste samen hat bereits nach zwei tagen gekeimt.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss täglich gelüftet werden. die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt wird nicht.

abelmoschus manihot (aibika)

abelmoschus manihot besticht vor allem durch ihre ca. 20 zentimeter gross werdenden gelben blüten. sie wird umgangssprachlich manchmal als aibika bezeichnet und zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae). wenn die bedingungen stimmen, dann kann sie sehr schnell wachsen und über zwei meter hoch werden.

abelmoschus manihot (aibika) mit samen vermehren

die samen der aibika sind im fachhandel zu erhalten. man kann sie aber auch selbst ernten. dafür wartet man einfach, bis sich die samenkapseln öffnen. die aussaat kann ganzjährig erfolgen.

als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. es kann aber auch normale blumenerde oder anzuchterde zum einsatz kommen. damit werden die samen ca. einen halben zentimeter bedeckt. bei temperaturen von 20-25 grad am tag und ungefähr 17 grad während der nacht, haben sie nach einer woche gekeimt. eingeweicht habe ich sie nicht.

der standort für die anzucht von abelmoschus manihot sollte hell, aber ohne direkte mittagssonne sein. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit kein schimmel entsteht, muss täglich gelüftet werden.

die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt wird frühestens acht wochen nach dem pikieren (vereinzeln) der jungpflanzen.

topfbaumwolle (gossypium herbaceum)

die gattung gossypium zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae) und beinhaltet ca. 40 arten. zur baumwollgewinnung werden aber nur vier davon verwendet. die topfbaumwolle (gossypium herbaceum) ist eine aus dem südlichen afrika stammende art, die über einen meter hoch werden kann. im kübel/topf bleibt sie jedoch meist kleiner. ihre blüten sind gelb.

die topfbaumwolle (gossypium herbaceum) mit samen vermehren

die samen der topfbaumwolle sind im fachhandel erhältlich und müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. sie werden nicht mit erde bedeckt, sondern nur aufgelegt und leicht angedrückt. damit sie nicht austrocknen, wird der topf mit einem gefrierbeutel oder einem glas abgedeckt. um der schimmelbildung vorzubeugen, muss einmal täglich gelüftet werden.

als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad keimten die ersten samen bereits nach vier tagen. sind sie wärmer platziert (+/-28 grad), dann kann man ihnen dabei fast schon zuschauen. schon nach vier stunden hat der erste samen seine hülle gesprengt und nach weiteren acht stunden war das erste würzelchen zu erkennen.

der ideale standort für die anzucht der baumwollpflanzen ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden sie frühestens acht wochen nach dem pikieren (vereinzeln).

zimmeraralie (fatsia japonica)

die zimmeraralie (fatsia japonica) ist ursprünglich in südkorea/japan beheimatet. ihre blätter können bis 40 zentimeter lang werden. es gibt aber auch kleinere sorten. sie ist mit grünen oder panaschierten (gemusterten) blättern zu erhalten. sie verträgt auch ein paar minusgrade und ist in england eine beliebte gartenpflanze.

die gattung fatsia zählt zu den araliengewächsen (araliaceae). dieser familie gehört auch das efeu (hedera) an, mit dem sich die zimmeraralie kreuzen lässt. diese hybriden werden als efeuaralie (x fatshedera) bezeichnet.

die zimmeraralie kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden. die stecklinge kann man im wasserglas bewurzeln lassen, oder direkt in erde pflanzen.

die vermehrung der zimmeraralie (fatsia japonica) durch samen

die samen von fatsia japonica sind im fachhandel zu erhalten. vor der aussaat werden sie für 12-24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter.

als substrat habe ich ungedüngte (bio)blumenerde verwendet. man hält es gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. bei temperaturen so um die 20 grad haben die ersten samen nach zwei wochen gekeimt.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit kein schimmel entsteht, muss einmal täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der jungen zimmeraralien ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 15 und 20 grad.

gartenhibiskus (hibiscus syriacus)

der gartenhibiskus (hibiscus syriacus) ist ein verwandter des als zimmerpflanze sehr beliebten hibiskus. er ist in vielen blütenfarben zu erhalten und mag einen sonnigen und hellen standort. er kann entweder durch stecklinge, oder mit samen vermehrt werden und ist auch noch unter dem namen garteneibisch bekannt.

die vermehrung des gartenhibiskus (hibiscus syriacus) mit samen

die samen des gartenhibiskus sind ca. fünf zentimeter gross und besitzen einen rand aus feinen häarchen. vor der aussaat sollten sie für ca. 24 stunden in zimmerwarmem wasser quellen. die aussaattiefe beträgt einen halben zentimeter, als substrat eignet sich ein erde-sand-gemisch, z. b. kakteenerde. bei temperaturen +/- 25 grad zeigten sich die ersten keime nach fünf tagen.

der standort für die aufzucht des gartenhibiskus sollte hell, aber ohne direkte mittagsbesonnung, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad sein. die erde wird gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten.

garten-stiefmütterchen (viola wittrockiana)

aufgrund seiner reichhaltigen auswahl an blütenfarben und der geringen pflegeansprüche, zählt das garten-stiefmütterchen (viola wittrockiana) zu den beliebtesten und weit verbreiteten gartenpflanzen. es mag einen hellen bis halbschattigen standort und blüht fast das ganze jahr über.

die anzucht des garten-stiefmütterchen (viola wittrockiana) aus samen

das stiefmütterchen kann entweder ab juni entweder direkt im garten ausgesät, oder ab märz/april im haus vorgezogen werden. die zweijährige pflanze blüht meist erst im darauffolgenden jahr.

die pflanztiefe für die ca. einen millimeter grossen samen des garten-stiefmütterchen beträgt ungefähr einen halben zentimeter. als substrat eignen sich handelsübliche blumenerde oder torfquelltöpfe. aufgrund meiner ausgewachsenen pikierfaulheit habe ich mich für letztere entschieden.

der standort für die anzucht des garten-stiefmütterchen (viola wittrockiana) sollte hell, aber ohne direkte sonne sein. stehen sie zu dunkel, dann recken sie sich nach dem licht. die ideale keimtemperatur liegt bei +/- 18 grad. die keimdauer beträgt dann ca. zwei wochen. das substrat muss gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. gedüngt wird während dieser zeit nicht.

haben die jungen garten-stiefmütterchen eine höhe von fünf bis zehn zentimetern erreicht, können sie im garten oder auf dem balkon ausgepflanzt werden.

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