zimmerpflanzen

milchstern (ornithogalum)

die gattung ornithogalum ist mit den hyazinthen (hyacinthus) verwandt, denn beiden zählen zur unterfamilie scilloideae der spargelgewächse. umgangssprachlich sind sie als milchsterne bekannt. je nach art, eignen sie sich für die ganzjährige kultur im garten oder mit frostfreier überwinterung im topf/kübel.

die vermehrung erfolgt durch tochterzwiebeln oder samen. eine anzuchtanleitung gibt es hier: ornithogalum vermehren.

schildkrötenpflanze (dioscorea elephantipes)

die gattung dioscorea zählt zur familie der yamswurzelgewächse (dioscoreaceae) und beinhaltet mehrere hundert arten. eine, die als schmerwurz bekannte d. communis, ist auch bei uns heimisch. bei der schildkrötenpflanze (dioscorea elephantipes) handelt es sich um eine aus südafrika stammende art.

sie wächst rankend, bildet aber einen caudex (knollenförmig verdickter stamm) aus. der ähnelt mit zunehmendem alter immer mehr der textur eines schildkrötenpanzers und kann wasser speichern. so kann sie z. b. trockenperioden gut überstehen.

die samen der schildkrötenpflanze (dioscorea elephantipes) sind im fachhandel zu erhalten. als anzuchtsubstrat kann man handelsübliche kakteenerde verwenden. damit werden sie ungefähr einen halben zentimeter bedeckt. man hält es gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

ob man die samen vor der aussaat einweichen muss, habe ich leider vergessen. aber ich meine mich schwach daran erinnern zu können, es nicht gemacht zu haben.

bei temperaturen von ca. 23 grad tagsüber und 16-18 während der nacht, zeigte sich der erste keimling nach ungefähr vier wochen. nach zwei weiteren wochen kam der nächste.

der ideale standort für die aufzucht der jungen schildkrötenpflanzen ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. interessant zu sehen ist, wie schnell ihr caudex wächst. der bringt es bereits nach drei wochen auf knapp einen zentimeter durchmesser.

kohlbaum (cussonia spicata)

die gattung cussonia zählt zur familie der araliengewächse (araliaceae). die ca. 20 arten sind somit entfernt z. b. mit der zimmeraralie verwandt. die bekannteste vertreterin der gattung dürfte wohl die aus dem südlichen afrika stammende cussonia spicata sein. sie wird von liebhabern als zimmerpflanze kultiviert. ein deutscher name scheint nicht wirklich zu existieren, aber im englischen sprachraum ist sie als kohlbaum (cabbage tree) bekannt.

die drei bis fünf millimeter langen samen von cussonia spicata werden vor der aussaat für ca. 24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ungefähr einen halben zentimeter. als anzuchtsubstrat kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss einmal täglich gelüftet werden.

der erste keimling zeigte sich bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht nach drei wochen.

der ideale standort für die anzucht von cussonia spicata ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad.

zimmerlinde (sparmannia africana)

die zimmerlinde (sparmannia africana) ist ein echter zimmerpflanzen-klassiker, der leider ein bisschen in vergessenheit geraten ist. dies mag vielleicht an ihrer grösse liegen, denn sie kann über zwei meter hoch werden und ist somit für kleine wohnungen eher ungeeignet. die aus südafrika stammende pflanze zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae) und ist mit den bei uns heimischen linden (tilia) entfernt verwandt.

die zimmerlinde kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden.

die samen von sparmannia africana sind im fachhandel zu erhalten. vor der aussaat werden sie für ca. 12 stunden in lauwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter.

als substrat kann man handelsübliche kakteen- oder aussaaterde verwenden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht, zeigte sich der erste keim nach zehn tagen. die samen keimen unregelmässig.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der jungen zimmerlinden ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. wenn sie fünf zentimeter hoch sind, kann man sie pikieren (vereinzeln).

zimmerlinde (sparmannia africana) pflege

die zimmerlinde gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen-, abend- und die wintersonne werden vertragen. wird im garten oder auf dem balkon übersommert, dann sollte sie windgeschützt stehen, damit die grossen blätter nicht beschädigt werden.

als substrat kann handelsübliche blumenerde zum einsatz kommen. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht nass, denn staunässe kann wurzelfäule verursachen. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte sie jedoch nicht.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, in der halben konzentration. die flüssige variante kann man von april bis september einmal im monat verabreichen. neu gekaufte oder frisch umgetopfte zimmerlinden müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

überwintert werden kann spramannia africana kühl, bei temperaturen so um die zehn grad. dann hält man die erde entsprechend trockener und düngt nicht. sie darf aber auch jetzt nicht ganz austrocknen.

frangipani (plumeria)

die gattung plumeria zählt zur familie der hundsgiftgewächse und beinhaltet ca. neun arten. im handel sind auch viele zuchtformen, in allen nur erdenklichen blütenfarben zu erhalten. in ihrem natürlichen lebensraum können die pflanzen mehrere meter hoch werden, im topf oder kübel bleiben sie jedoch kleiner. ein paar bilder gibt es hier zu sehen.

umgangssprachlich sind die plumerien als frangipani oder tempelbaum bekannt. sie lassen sich durch stecklinge und samen vermehren.

zur anzucht der plumeria-samen habe ich einen mit perlite gefüllten keimbeutel benutzt. diesen habe ich auf der halb aufgedrehten heizung platziert. bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad haben die samen nach zwei wochen gekeimt.

dann habe ich sie mit einer pinzette aus dem beutel entnommen, vorsichtig die wurzeln vom anhaftenden perlite befreit und anschliessend in einen mit kakteenerde gefüllten topf gepflanzt. da bei dieser methode die jungen wurzeln sehr leicht abbrechen können, muss man mit den keimlingen entsprechend vorsichtig umgehen.

der ideale standort für die aufzucht des frangipani-nachwuchs ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen so um die 25 grad. aus diesem grund habe ich sie ins luftfeuchte anzuchtaquarium verfrachtet.

die erde hält man leicht feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden müssen die sämlinge nicht.

man kann die samen natürlich auch direkt einpflanzen, sie werden dann ca. einen halben zentimeter tief in die erde gesteckt. bei temperaturen um die 25 grad tagsüber und 18 grad während der nacht, betrug die keimdauer ca. drei wochen.

topfbaumwolle (gossypium herbaceum)

die gattung gossypium zählt zur familie der malvengewächse (malvaceae) und beinhaltet ca. 40 arten. zur baumwollgewinnung werden aber nur vier davon verwendet. die topfbaumwolle (gossypium herbaceum) ist eine aus dem südlichen afrika stammende art, die über einen meter hoch werden kann. im kübel/topf bleibt sie jedoch meist kleiner. ihre blüten sind gelb.

die topfbaumwolle (gossypium herbaceum) mit samen vermehren

die samen der topfbaumwolle sind im fachhandel erhältlich und müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. sie werden nicht mit erde bedeckt, sondern nur aufgelegt und leicht angedrückt. damit sie nicht austrocknen, wird der topf mit einem gefrierbeutel oder einem glas abgedeckt. um der schimmelbildung vorzubeugen, muss einmal täglich gelüftet werden.

als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad keimten die ersten samen bereits nach vier tagen. sind sie wärmer platziert (+/-28 grad), dann kann man ihnen dabei fast schon zuschauen. schon nach vier stunden hat der erste samen seine hülle gesprengt und nach weiteren acht stunden war das erste würzelchen zu erkennen.

der ideale standort für die anzucht der baumwollpflanzen ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden sie frühestens acht wochen nach dem pikieren (vereinzeln).

zimmeraralie (fatsia japonica)

die zimmeraralie (fatsia japonica) ist ursprünglich in südkorea/japan beheimatet. ihre blätter können bis 40 zentimeter lang werden. es gibt aber auch kleinere sorten. sie ist mit grünen oder panaschierten (gemusterten) blättern zu erhalten. sie verträgt auch ein paar minusgrade und ist in england eine beliebte gartenpflanze.

die gattung fatsia zählt zu den araliengewächsen (araliaceae). dieser familie gehört auch das efeu (hedera) an, mit dem sich die zimmeraralie kreuzen lässt. diese hybriden werden als efeuaralie (x fatshedera) bezeichnet.

die zimmeraralie kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden. die stecklinge kann man im wasserglas bewurzeln lassen, oder direkt in erde pflanzen.

die vermehrung der zimmeraralie (fatsia japonica) durch samen

die samen von fatsia japonica sind im fachhandel zu erhalten. vor der aussaat werden sie für 12-24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter.

als substrat habe ich ungedüngte (bio)blumenerde verwendet. man hält es gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. bei temperaturen so um die 20 grad haben die ersten samen nach zwei wochen gekeimt.

um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit kein schimmel entsteht, muss einmal täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der jungen zimmeraralien ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 15 und 20 grad.

baumfreund (philodendron bipinnatifidum)

wie auch die anderen vertreter der gattung, ist philodendron bipinnatifidum im deutschen sprachraum als baumfreund bekannt. die ursprünglich aus brasilien/argentinien stammende zimmerpflanze kann mehrere meter hoch werden und hat geschlitzte blätter. die vermehrung kann durch stecklinge oder samen erfolgen.

philodendron bipinnatifidum mit samen vermehren

die samen von philodendron bipinnatifidum sind ca. zwei millimeter lang, einen breit und weiss. sie müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden.

als substrat habe ich ungedüngte blumenerde verwendet. die saattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter. damit die samen keimen, müssen sie warm, bei temperaturen so um die 25 grad platziert sein. der erste keimling zeigte sich nach zwei wochen.

die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den anzuchttopf stülpen. damit kein schimmel entsteht, muss einmal täglich gelüftet werden. düngergaben sind während dieser phase nicht notwendig.

der ideale standort für die aufzucht des philodendron-nachwuchs ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad.

sinningia cardinalis

sinningia cardinalis ist eine verwandte der gloxinie und stammt ursprünglich aus brasilien. sie zählte früher einmal zur gattung rechsteineria und ist unter diesem namen auch noch bekannt. vermehren lässt sich dieses gesneriengewächs durch samen und stecklinge.

sinningia cardinalis mit samen vermehren

die samen von sinningia cardinalis sind im fachhandel zu erhalten. sie sind so fein, das man sie mit dem blossen auge kaum erkennen kann. sie werden auf das substrat gelegt. ich habe eine mischung aus blumenerde, sand und bimskies im verhältnis 1:1:1 verwendet. bei temperaturen von ca. 25 grad tagsüber und +/-20 grad während der nacht, betrugt die keimdauer ca. eine woche.

bis zum keimen kann die erde gut nass sein, anschliessend hält man sie nur gleichmässig feucht. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, stülpt man einen gefrierbeutel oder ein glas über den topf. damit kein schimmel entsteht, muss einmal täglich gelüftet werden.

der ideale standort für die aufzucht der sinningia cardinalis-sämlinge ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. gedüngt werden müssen sie nicht.

massonia depressa

die gattung massonia zählt zur familie der hyazinthengewächse (hyacinthaceae) und beinhaltet ca. sechs arten. diese zwiebelpflanzen bilden nur zwei auf dem boden liegende blätter, aus deren mitte dann die blüte erscheint. ihr natürliches verbreitungsgebiet liegt im südlichen afrika.

massonia depressa ist eine aus südafrika stammende art. sie wächst dort in trockenen regionen mit winterlichem niederschlag. während des sommers zieht sie ihre blätter ein.

massonia depressa mit samen vermehren

was die anzucht von massonia depressa aus samen so spannend macht, sind die niedrigen temperaturen von ca. fünf grad, die zum keimen benötigt werden. sie sollten also im frühjahr oder im herbst ausgesät werden. dann stellt man den topf nach draussen. wer diese möglichkeit nicht hat, kann auch auf den kühlschrank zurückgreifen.

die ersten drei tage durfte der topf im gemüsefach des kühlschranks verbringen, anschliessend kam er für ebenfalls drei tage an ein kühles plätzchen am nordfenster. diese prozedur habe ich solange wiederholt, bis die samen nach gut drei wochen gekeimt haben. seitdem ist der topf am nordfenster mit oberlicht platziert.

um der schimmelbildung vorzubeugen, habe ich reinen bimskies verwendet. die samen können darauf platziert oder ca. einen halben zentimeter damit bedeckt werden. wenn man immer etwas wasser im untersetzer belässt, dann muss man den topf nicht abdecken. der ideale standort für die aufzucht der massonia depressa-sämlinge ist hell, aber ohne direkte sonne.

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