zimmerpflanzen

drachenbaum (dracaena draco)

die gattung dracaena beinhaltet mehr als hundert arten, die im deutschen als drachenbaum bezeichnet werden. einige finden als zimmerpflanze verwendung und können sehr alt werden. so ist ein angeblich mehr als tausend jahre altes exemplar von dracaena draco eine beliebte touristenattraktion der insel teneriffa.

die vermehrung kann durch samen oder stecklinge erfolgen.

dracaena draco mit samen vermehren

die ca. fünf bis sieben millimeter grossen samen von dracaena draco sind im fachhandel zu erhalten. sie scheinen ganz gut lagerfähig zu sein, denn das hier verwendete saatgut dümpelte für ein gutes jahr in einer meiner schubladen herum. sie können zur vorbehandlung über nacht in wasser eingeweicht oder direkt ausgesät werden.

das substrat sollte gut durchlässig sein, ich habe handelsübliche kakteenerde verwendet. die saattiefe beträgt ca. einen zentimeter. die erde hält man gut feucht, aber nicht tropfnass. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. dieser sollte entsprechend gross bemessen sein, da die wurzeln sonst sehr schnell durch die löcher im boden wachsen. um der schimmelbildung vorzubeugen, muss einmal täglich gelüftet werden.

bei temperaturen von ca. 18° (nachts) und 25° (tagsüber) haben die ersten drachenbaum-samen bereits nach drei wochen gekeimt.

der ideale standort für die aufzucht der dracaena draco-sämlinge ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden muss die ersten zwei monate nicht.

dracaena draco (drachenbaum) pflege

der drachenbaum (dracaena draco) bevorzugt einen ganzjährig möglichst sonnigen und hellen standort. bei mir steht er ca. 50 zentimeter hinter dem südfenster.

das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein, es kann z. b. handelsübliche kakteenerde verwendet werden. dieser habe ich bimskies beigemischt.

vom frühjahr bis in den herbst darf durchdringend gegossen werden. dracaena draco erhält dann soviel wasser, bis die erde sich damit vollgesogen hat. in den untersetzer ablaufende reste werden nach einigen minuten entfernt, sonst können die wurzeln verfaulen. bis zur nächsten wassergabe darf das substrat dann austrocknen.

zur nährstoffversorgung eignen sich flüssigdünger oder stäbchen, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche die flüssige variante, vom frühjahr bis in den herbst einmal im monat. die ersten acht wochen nach dem umtopfen muss der drachenbaum nicht gedüngt werden.

überwintern kann man kühl, so zwischen 10 und 15 grad. dann hält man die erde, angepasst an die temperatur, so gut wie trocken und düngt nicht.

mittagsblume (delosperma bosseranum)

die gattung delosperma zählt zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae). am bekanntesten sind die frostfesten arten, die sich für die ganzjährige kultur im garten eignen (delosperma im steingarten). delosperma bosseranum muss frostfrei überwintert werden.

vermehren lassen sie sich mit stecklingen und samen.

die anzucht der mittagsblume aus samen

die samen von delosperma bosseranum und den anderen arten sind im fachhandel zu erhalten. es handelt sich hierbei um lichtkeimer, sie werden also nur auf das zuvor befeuchtete substrat gelegt. das sollte mineralisch sein, es kann bimskies oder feiner aquarienkies verwendet werden.

um ein austrocknen der samen zu vermeiden, muss das substrat gleichmässig feucht gehalten werden. man kann den topf abdecken und in einem mit wasser gefüllten untersetzer platzieren. oder man stellt ihn in ein glas. das ganze sollte einmal täglich gelüftet werden.

die ideale keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 grad. ist es zu warm, können die delosperma-sämlinge in die höhe schiessen. sie sollten sehr hell, aber ohne direkte mittagssonne platziert sein. die keimzeit beträgt so um die zehn tage.

nach dem keimen wird das wasser aus dem glas/untersetzer entfernt. das substrat hält man aber trotzdem gleichmässig feucht. wenn die sämlinge ungefähr zwei zentimeter gross sind, kann man sie langsam an das raumklima gewöhnen.

erdbromelie (puya berteroniana)

die vertreter der gattung puya stammen ursprünglich aus südamerika, wo sie terrestrisch (in der erde) wachsen. der blütenstängel von puya berteroniana kann bis zu zwei meter hoch werden und ist mit schwarz-blauen blüten besetzt.

die anzucht der erdbromelie aus samen

die puya ist ein lichtkeimer, d. h. die ca. zwei millimeter grossen samen werden nur auf das anszuchtsubstrat gelegt. dieses sollte sowohl mineralische (sand, steinchen), wie auch humusanteile beinhalten. ich habe handelsübliche kakteenerde verwendet.

die ideale keimtemperatur liegt bei +/- 25 grad, damit die samen nicht austrocknen muss die erde nass gehalten werden. für längere zeit unter wasser stehen darf sie jedoch nicht. bei der anzucht im wohnzimmer sollte der topf z. b. mit einem gefrierbeutel abgedeckt sein und es muss täglich gelüftet werden um der schimmelbildung vorzubeugen.

bis zum keimen waren die puya berteroniana-samen bei mir im halbschattig platzierten zimmergewächshaus untergebracht. bei 25 grad zeigten sich nach ungefähr vier wochen die ersten keimblätter. mittlerweile sind sie ins beleuchtete aufzuchtaquarium gewandert, wo nun auch die restlichen samen zu keimen beginnen.

der standort für die aufzucht von puya berteroniana sollte hell, aber ohne direkte sonne sein. eine hohe luftfeuchtigkeit ist von vorteil. die erde wird gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass gehalten.

flaschenpflanze (jatropha podagrica)

die gattung jatropha umfasst knapp 200 arten, von denen jatropha podagrica wohl am häufigsten als zimmerpflanze kultiviert wird. den namen flaschenpflanze verdankt sie ihrem meist dicken, sich nach oben verjüngenden stamm. sie zählt zur familie der wolfsmilchgewächse (euphorbiaceae). weiterer name: rhabarber von guatemala.

die anzucht der flaschenpflanze aus samen

die ca. zwei zentimeter grossen samen der flaschenpflanze (jatropha podagrica) kann man über den fachhandel beziehen. vor der aussaat sollten sie für 24 bis 48 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht werden. als pflanzsubstrat eignet sich kakteenerde (erde-sand-gemisch). die saattiefe beträgt ungefähr einen zentimeter. die erde wird feucht, aber nicht nass gehalten.

die optimale keimtemperatur liegt zwischen 22 und 28 grad. bei 25 grad begann der erste jatropha-samen nach drei wochen zu keimen. der standort für die aufzucht der jungen flaschenpflanzen liegt idealerweise im selben temperaturbereich und ist hell, aber ohne direkte mittagssonne. zu anfangs er sollte luftfeucht sein.

tigerrachen (faucaria tigrina)

den namen tigerrachen verdankt faucaria tigrina seinen dem aufgerissenen maul eines tigers ähnlichen blättern. die aparte zimmerpflanze stammt ursprünglich aus südafrika und zählt zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae).

die anzucht des tigerrachen (faucaria tigrina) aus samen

die feinen samen des tigerrachen sind im fachhandel zu erhalten. er zählt zu den lichtkeimern, die samen werden daher lediglich auf das zuvor befeuchtete substrat gelegt. dieses sollte einen möglichst hohen mineralischen anteil enthalten. ich habe reinen bimskies verwendet.

damit die samen nicht austrocknen, muss der topf abgedeckt und einmal täglich gelüftet werden. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 grad. wärmer sollten die sämlinge nicht platziert werden, dies kann zu vergeiltem wuchs (lang und dünn) führen. die keimzeit beträgt ca. ein bis zwei wochen. haben alle samen gekeimt, kann die abedeckung entfernt werden.

der standort für die aufzucht von faucaria tigrina sollte hell, aber ohne direkte mittagssonne, bei temperaturen +/-20 grad sein. das substrat hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass.

zwergdattelpalme (phoenix roebelenii)

mit einer maximalhöhe von bis zu fünf metern, bleibt die zwergdattelpalme (phoenix roebelenii) nicht wirklich klein. sie eignet sich, wenn genügend platz vorhanden ist, zum einsatz als zimmerpflanze und kann im garten übersommern. frostfest ist sie jedoch nicht. in sachen standort mag sie es hell, jedoch ohne direkte sonne.

die anzucht der zwergdattelpalme (phoenix roebelenii) aus samen

die samen der zwergdattelpalme sind in baumärkten oder im fachhandel zu erhalten. sie sind ca. einen halben zentimeter gross und sollten vor der aussaat für 24 bis 48 stunden in zimmerwarmem bis lauwarmem wasser eingeweicht werden. die aussaattiefe beträgt einen halben zentimeter, als pflanzsubstrat eignet sich ein erde-sand-gemisch (kakteenerde). damit phoenix roebelenii keimt, benötigt sie temperaturen zwischen 22 und 28 grad. die keimdauer kann einige wochen bis mehrere monate betragen. bei 25 grad liess sie sich bei mir drei monate zeit.

der standort für die anzucht der jungen zwergdattelpalmen sollte hell, aber ohne direkte sonne und luftfeucht, bei temperaturen +/- 25 grad sein. die erde wird gleichmässig feucht gehalten, darf jedoch nicht unter wasser stehen.

drachenfrucht – pitahaya (hylocereus undatus)

die drachenfrucht, auch pitahaya genannt, ist eine exotische frucht mit weissem fruchtfleisch und schwarzen samen. das sich dahinter ein epiphytischer blattkaktus namens hylocereus undatus versteckt, wissen wohl die wenigsten. ursprünglich beheimatet ist hylocereus undatus in mittelamerika, seine kakteenglieder sind dreieckig, die blüten gelb.

die vermehrung der drachenfrucht – pitahaya durch samen

zur vermehrung von hylocereus undatus können im handel erhältliche drachenfrüchte verwendet werden. um den samen vom fruchtfleich zu trennen, gibt man dieses in ein sieb und massiert das ganze unter fliessendem wasser leicht mit einer spülbürste.

das anzuchtsubstrat sollte gut wasserdurchlässig sein, ich habe kakteenerde verwendet. die aussaattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 22 und 28 grad, bei mir zeigten sich bei 25 grad bereits nach vier tagen die ersten keime. der standort für die aufzucht der jungen drachenfrüchte sollte hell, ohne direkte sonne und luftfeucht sein. ideal ist ein temperaturbereich von 22 bis 28 grad.

nach ca. vier wochen hatte der pitahaya-nachwuchs eine höhe von vier zentimetern erreicht.

passionsblume (passiflora caerulea)

die passionsblume (passiflora caerulea) lässt sich entweder durch stecklinge, oder durch samen vermehren.

die vermehrung der passionsblume (passiflora caerulea) mit samen

die samen der passionsblume sind nicht schwer zu beschaffen, man erhält sie in bau- und gartencentern. vor der aussaat werden sie für ca. 24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die aussaattiefe beträgt ca. einen halben zentimeter. als anzuchtsubstrat eignet sich ein erde-sandgemisch (kakteenerde) oder normale blumenerde. ich habe letztere verwendet.

die ideale keimtemperatur liegt ab 20 grad. bei ca. 24 grad betrug die keimdauer hier acht tage. der standort für die anzucht der passionsblume (passiflora caerulea) sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne sein. das anzuchtsubstrat muss gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird entweder eine plastiktüte über den topf gestülpt, oder ein zimmergewächshaus verwendet.

die pflege der passionsblume

passiflora caerulea mag es sonnig, hell und warm, während des sommers gerne auch im garten oder auf dem balkon. die topferde sollte gleichmässig feucht sein, staunässe wird nicht vertragen. gedüngt wird von märz bis september, ca. alle drei bis vier wochen, entweder mit flüssig-, oder mit langzeitdünger (düngerstäbchen), jeweils in der halben konzentration.

der winterstandort der passionsblume sollte kühl (+/- 10 grad) und hell sein. es muss nun weniger gegossen werden, die erde darf jedoch nicht komplett austrocknen. gedüngt wird nicht.

mini-baobab – kleiner affenbrotbaum (pachypodium rosulatum)

den trivialnamen kleiner affenbrotbaum (mini-baobab) verdankt pachypodium rosulatum seiner ähnlichkeit mit den affenbrotbäumen aus der gattung adansonia. verwandtschaftliche verhältnisse bestehen nicht, es handelt sich hierbei um eine aus madagaskar stammende sukkulente.

der kleine affenbrotbaum ist von strauchartigem wuchs und kann in der freien wildbahn bis zu zwei meter hoch werden. seine blüten sind gelb.

die anzucht aus samen

die ca. einen zentimeter grossen samen des mini-baobab sollten vor der aussaat für 12 bis 24 stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht werden. anschliessend werden sie ca. fünf millimeter mit kakteenerde bedeckt und wandern an ein warmes und helles plätzchen. die ideale keimtemperatur liegt zwischen 22 und 25 grad, bei mir zeigten sich bereits nach fünf tagen die ersten triebe.

der standort für die aufzucht der pachypodium rosulatum-sämlinge darf hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 22 und 25 grad sein. die anzuchterde muss gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sollte man entweder ein minitreibhaus verwenden, oder den anzuchttopf mit einer plastiktüte abdecken.

nach guten vier wochen hatten die baobab-sämlinge eine höhe von ca. drei zentimetern erreicht und es zeigten sich die ersten blättchen. die stämmchen wurden langsam fleischiger.

update 31.07.2010:
infos zu weiteren arten finden sie hier: pachypodium.eu.

fächerpalme (washingtonia robusta)

die fächerpalme (washingtonia robusta) liebt einen hellen standort, ohne die pralle mittagssonne. aufgrund ihrer ausladenden grösse eignet sie sich eher für einen wintergarten als für das heimische blumenfenster. übersommern kann man sie an einem geeigneten standort im garten. die topferde muss gleichmässig feucht gehalten werden und weder im wasser stehen noch komplett austrocknen. überwintern sollte man sie hell, bei temperaturen zwischen fünf und zwölf grad. während des sommers kann eine zwei- bis dreiwöchige düngergabe, mit der halben konzentration erfolgen.

die vermehrung von washingtonia robusta durch samen

die samen der fächerpalme sind ca. fünf millimeter gross und braun. vor der aussaat sollte man sie mindestens 24 stunden in zimmerwarmem wasser einweichen. ich habe sie 48 stunden gewässert, bei temperaturen zwischen 23 und 28 grad. nach dem einweichen wandern sie einen halben zentimeter tief ins pflanzsubstrat, z. b. kakteenerde.

der standort für die anzucht von washingtonia robusta sollte hell, aber ohne direkte besonnung sein. ideal sind temperaturen zwischen 23 und 28 grad. die topferde muss gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass gehalten werden. die keimzeit liegt zwischen einer woche und mehreren monaten. ein anzuchtversuch bei temperaturen so um die 20 grad hat bei mir nicht funktioniert.

v. l. n. r.: die samen beim quellen. die ersten keime zeigten sich bereits nach einer woche. nach weiteren zwei wochen waren dann blätter zu erkennen. vier monate später war der washingtonia-nachwuchs bereits 20 zentimeter hoch.

populäre blumensamen
kontakt
feed